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Die türkische Literatur ist etwa so alt wie die germanische. Eher etwas älter. Das ist wichtig zu betonen, da von vielen vorurteilsbeladenen Zeitgenossen den Türken gar keine alte Kultur zugetraut wird. Auf die Runeninschriften folgten die manichäische, insbesondere aber die enorm reiche buddhistische Literatur, bevor die Türken in Zentralasien wie in Anatolien sich dem Islam zuwandten. Damit führten die Einflüsse der arabischen, aber viel mehr noch der persischen Literatur zu der reichen Literatur in Zentralasien und im Osmanischen Reich.
Durch die Hinwendung vieler türkischer Intellektueller zur westlichen Kultur, in besonderem Ausmass ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, blieb auch die Literatur Westeuropas nicht ohne Einfluss auf die osmanischen Schriftsteller. Dies brachte auch die Einführung neuer Genres mit sich, z.B. des Romans. Zwar erschien der erste türkische Roman bereits 1851, aber erst mit den ersten Übersetzungen westlicher Romane in das Osmanische begann wirklich die Verbreitung dieses Genres im Osmanischen Reich.